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Soziales Frühwarnsystem Landkreis Görlitz

Landkreis Görlitz, Landratsamt
Jugendamt Görlitz
Katja Barke
PF 30 01 52
02806 Görlitz

Tel.: 03583 - ???
Fax: 03583 - ???

E-Mail: kontakt@sfws-goerlitz.de







Was braucht (m)ein Kind?

Was stärkt (m)ein Kind?

Kinder müssen sich Tag für Tag mit den Anforderungen und Notwendigkeiten des Lebens auseinandersetzen.
Wir wünschen uns, dass sie dies kompetent und erfolgreich tun. Diese Bewältigungskompetenz und Widerstandskräfte können auch als Resilienz umschrieben werden.

„Der Begriff Resilienz umfasst die Fähigkeit des Kindes:

 
  • mit Druck und Belastungen fertigzuwerden,
  • die täglichen Herausforderungen zu bewältigen,
  • sich angesichts von Enttäuschungen oder unerfreulichen Erfahrungen rasch wieder zu fangen,
  • klare und realistische Zielvorstellungen zu entwickeln,
  • Probleme zu lösen,
  • gut mit den Mitmenschen zurechtzukommen,
  • sich selbst und anderen mit Respekt begegnen."
 
Resilientes Verhalten hat nichts mit Zufall oder Zauberei zu tun. Der Glaube an sich selbst und bestimmte Schutzfaktoren, wie z.B.:
  • Lächeln
  • wissen um: Ich kann etwas bewirken!
  • psychische und emotionale Stärken
  • frühe Sprach- und Lesefähigkeit
 

  • robustes, aktives, kontaktfreudiges, offenes und ausgeglichenes Temperament
  • Talente im sportlichen, handwerklichen, technischen, musischen Bereich
  • positive emotionale und soziales Beziehungen
helfen Kindern eine positive Rückmeldung ihrer Umwelt zu erfahren. Diese erlebte Bestätigung fördert das Selbstvertrauen und stärkt damit auch die Schutzfaktoren.

Wenn wir in der Erziehung Resilienz berücksichtigen, leisten wir einen Beitrag zur erfolgreichen Vorbereitung unserer Kinder auf ihre Zukunft.

 


 

Ein 13 jähriger Junge möchte unbedingt selbst seinen neuen Computer aufbauen und die Software installieren. Nach einer Weile gibt er entnervt auf.
  Kein Resilienz unterstützendes Verhalten :   Resilienz unterstützendes Verhalten:
  Eltern reagieren verärgert: "Wir haben es dir doch gleich gesagt, dass du das nicht alleine schaffst!"   Eltern reagieren besonnen: "Du bist ja schon weit gekommen. Das ist ganz schön knifflig. Komm, wir schaffen den Rest gemeinsam."
  → Damit erfährt der Junge Entmutigung, er erhält Hinweise darauf, dass er allein nicht fähig ist, schwierige Aufgaben zu lösen. :-((   → Damit erfährt der Junge Ermutigung, Unterstützung und Verständnis. :-))


Was können wir Eltern tun, um unser Kind resilient zu erziehen?

  • Wir üben Einfühlungsvermögen (Empathie) aus.
  • Wir äußern uns klar und hören aktiv zu.
  • Wir wandeln unsere unwirksamen Erziehungspraktiken in wirksame um und gehen damit Machtkämpfen aus dem Weg. Wir verändern unser Verhalten – und damit das Verhalten unserer Kinder! Dazu gehört Mut und Einsicht, dass manche Strategien nicht funktionieren.
  • Wir lassen unsere Kinder wissen, dass sie einzigartig sind und geschätzt werden.
  • Wir akzeptieren unser Kind so wie es ist und verhelfen ihm zu realistischen Erwartungen und Zielvorstellungen.
  • Wir verhelfen unserem Kind zu Erfolgserlebnissen, indem wir seine Talente erkennen und stärken.
  • Wir geben unserem Kind Gelegenheit zu erkennen, dass es aus Fehlern lernen kann.
  • Durch Beteiligung, wecken wir bei unserem Kind Verantwortungsbewusstsein, Mitgefühl und ein soziales Gewissen.
  • Wir lehren unser Kind, Probleme zu lösen und Entscheidungen zu treffen.
  • Wir setzen Regeln, die das Selbstwertgefühl und die Disziplin unseres Kindes fördern.


Kann resilientes Verhalten einfach im Alltag trainiert werden?

Michaela Sit hat hierzu in ihrem Buch einfache Situationen für den
Alltag beschrieben.
Buch Frau Sit
  Michaela Sit:
„Sicher, stark und mutig. Kinder lernen Resilienz" 
ISBN-10: 3451611317
ISBN-13: 978-3451611315
Folgende Übung ist hier als ein Beispiel aufgeführt:
  Spiegelübung für die ganze Familie
Fühlt sich unser Kind wohl in seiner Haut und mag es sein Äußeres, dann wirkt es selbstbewusst und sicher.
Deshalb sollten wir uns ab und an mit unserem Kind – und der ganzen Familie – vor den Spiegel stellen und uns gegenseitig betrachten.
Jedes Familienmitglied sagt zunächst etwas, was es an sich mag: "Ich mag meine Haare, sie sind so schön lockig."
In der nächsten Runde nennt jedes Familienmitglied, was es an den anderen toll findet: "Ich mag deine Augen, sie sind so schön dunkel."


letzte Aktualisierung 09.08.2016

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