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Netzwerke Kinderschutz & Frühe Hilfen

Fachtag "Kooperation im Kinderschutz" - Frau Weber


10 Jahre Soziales Frühwarnsystem im Landkreis Görlitz

Martina Weber, Sozialdezernentin und 2. Beigeordnete im Landkreis Görlitz

Martina Weber (Leiterin des Dezernates II der Landkreisverwaltung und 2. Beigeordnete des Landrates) überbrachte den Anwesenden Grüße und Glückwünsche zum 10-jährigen Jubiläum von Herrn Landrat Bernd Lange.Fr. Weber unterstrich in ihrer Rede den Qualitätsanspruch des Landkreises, Familien zu unterstützen, gefährdete Kinder zu schützen und gezielt Prävention vorzuhalten, um langfristig Interventionen reduzieren zu können. Ausdruck dessen sei auch aktuellste Maßnahme - die Einrichtung einer Stabsstelle für präventiven Kinderschutz im Jugendamt, besetzt durch Fr. Katja Barke.

Fr. Weber stellte heraus, dass das Soziale Frühwarnsystem nicht allein die Netzwerkkoordinator*innen seien, sondern ALLE Partner in Jugendhilfe, Gesundheits-, Bildungs- und Sozialwesen, Polizei und Justiz sowie wichtige weitere Partner wie Jobcenter, Frauenschutzeinrichtungen, Kommunen/ Gemeindeverwaltungen etc., die sich für Kinderschutz und Frühe Hilfen einsetzen. Fr. Weber dankte allen Partnern ausdrücklich für 10 Jahre Engagement.

Das Bundeskinderschutzgesetz fordere u.a. den Einbezug aller Professionen in die Netzwerke für Kinderschutz bzw. Netzwerke Frühe Hilfen. Dies, so Frau Weber, sei das richtige aber zugleich auch ein riesiges Vorhaben. Bereits mit dem Start des Sozialen Frühwarnsystems im Jahr 2007 hätte der Landkreis begonnen, den Kinderschutz interdisziplinär zu denken und umzusetzen.
Hier nahm die Jugendhilfe eine Vorreiterrolle ein.

Bezogen auf die überprofessionelle Zusammenarbeit im Kinderschutz und in den Frühen Hilfen sei auf unterschiedlichen Ebenen in den zurückliegenden 10 Jahren schon viel erreicht worden.

Hier nannte Fr. Weber exemplarisch

  • den Orientierungskatalog Kindeswohl, welcher in interdisziplinärer Zusammenarbeit fortgeschrieben wurde und bundesweit Beachtung findet,
  • das interne Ämternetzwerk zu der Thematik „Drogenprävention“,
  • die Kooperation mit der Sächsischen Bildungsagentur, welche die zahlreichen schulinternen Fortbildungen von Lehrerkollegien unterstütz,
  • den Arbeitsansatz Prävention im Team des Projektes „PIT Ostsachsen“, dessen wichtigstes Ziel für Kinderschutz und das gesunde Aufwachsen von Kindern der Einbezug der Kommunen darstelle,
  • die Krankenkassen, welche in Kooperation mit dem Landkreis die Umsetzung des Präventionsgesetzes ausgestalten,
  • die Polizei bzgl. der Sensibilisierung von v.a. Streifenpolizist*innen zum Kinderschutz,
  • die Justiz, hier stehe bspw. der Prozess der Entwicklung einer gemeinsamen Sprache des Helfersystems (ASD, Familienrichter*in) im Vordergrund,
  • die erarbeiteten unterschiedlichen Kinderschutzverfahren inklusive praxistauglicher Materialien für Kitas, Kindertagespflegepersonen und Schulen.

Dennoch, so Fr. Weber weiter, brauche es perspektivisch noch besser aufeinander abgestimmte Verfahrensabläufe im Kinderschutz und besondere Aufmerksamkeit gegenüber neuen Gefährdungslagen, wie z.B. Medien, Radikalismus, Drogen oder Isolation von Familien.

Dies alles könne nur über ein gutes und v.a. koordiniertes Zusammenwirken aller Netzwerkpartner gelingen.


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